Freitag, 10. Dezember 2010

Gedanken zum Tod

Aufgrund eines aktuellen Vorfalls in der Klinik habe ich mir wieder Gedanken zum Thema Sterben gemacht.Nicht zum ersten Mal. Sicher auch nicht zum letzten Mal. Der Tod ist in meinem Beruf einfach ein ständiger Begleiter. 

Es kann so schnell passieren. Wie schnell kann ein junges Leben grausam ausgelöscht werden? Wir sind es dem Leben schuldig bewusst zu leben. Ich persönlich weiß das ich dem Tod folgendes sagen würde:


Ich weiß wieviele und welche Menschen um mich trauern würden. Ich wüsste welche Person sich an welches Ereignis mit mir zurück erinnern würde....Ich wüsste welche Person welche Gesten und Momente mit mir verbindet. Ich wüsste das ich allgegenwärtig wäre auch wenn ich nicht mehr da wäre. Ich wüsste nie vergessen zu werden, Und ich wüsste das ich mir keine Vorwürfe machen müsste, ich hab getan was ich wollte - gelebt, geliebt, gelacht, geträumt, gesponnen,gesungen, gesiegt, auch mal verloren aber hey das gehört dazu und ich würde zu mir selbst sagen "Na gut Kate, war ne kurze Show, aber geil war sie trotzdem!"

Das nimmt mir die Angst! So kann ich mit allem umgehen. Und wenn ich falle stehe ich wieder auf. Und wenn ich nicht mehr allein hochkomme, dann wird immer jemand da sein um mir aufzuhelfen und mich zu stützen. All diesen Menschen bin ich unglaublich dankbar!

Ich danke für Eure Aufmerksamkeit! 

Kommentare:

  1. dein stalker wird dich vermissen

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  2. Herrlich - Du hast immer noch nichts besseres zu tun als mein Leben zu verfolgen? Du armer Mensch!

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  3. ein schöner Text, zu dem Thema mache ich mir auch manchmal Gedanken....sehr schwieriges Thema!

    LG Sissy

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  4. Die benötigte Kraft im jeweiligen Moment aufzubringen und es zu leben ist mein Ziel. Mein Umfeld wird meine Stütze

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  5. schöner Text, zu dem Thema habe ich mir auch schon so einige Gedanken gemacht...es ist aber sehr schwierig.

    LG Sissy :)

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  6. wieso hast du angst vorm Tod ? hat keiner bisher beweisen können das es was "schlimmes ist" wieso gehen dann davon alle aus ?

    lebt euer leben - der tod kommt so oder so .

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  7. mhm,
    Angst finde ich auch nicht das richtige Wort.
    Ich würde auch nicht sagen, dass ich Angst davor habe. Es ist ja im Grunde wirklich nichts Schlimmes und wir kommen nunmal nicht drumherum, warum also sein Leben damit verbringen, sich vor etwas zu fürchten, was so normal und gegenwärtig ist.
    Ich bin ja immernoch davon überzeugt, dass es eigentlich weniger der Tod selbst ist, den wir fürchten, sondern vielmehr die Schmerzen, die wir in den meisten(!) Fällen damit verbinden.
    Aber sehr schöner Text. Das ist durchaus ein interessantes Thema über das man mal nachdenken kann.
    Lg ♥

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  8. Hmm.
    Mal versuchen meine Gedanken in Worte zu fassen:

    Ich vermute es ist am beruhigendsten sich vorzustellen, daß man keinen Einfluss auf die Lebensdauer hat. Also daß das Schicksal bestimmt wann ein Mensch stirbt. Wenn ein junger Mensch an einer Krankheit stirbt kann der Glaube an diese Theorie recht hilfreich sein, denn wenn es nicht die Krankheit gewesen wäre, könnte auch der Tod durch einen Unfall herbeigeführt worden sein, oder durch Mord.

    Die Menschen die diese Sichtweise vertreten machen es sich recht einfach. Einfach mal jegliche Verantwortung an das Schicksal abzutreten entspricht nicht gerade dem aufgeklärten Weltbild unserer Zeit. Allerdings kann ich es völlig nachvollziehen, daß jemand auf diese Art und Weise Trost sucht.

    Einen Menschen sterben zu sehen ist selten etwas schönes. Ich erinnere mich an eine junge Frau mit suizidalen Absichten. Ich fange jetzt nicht an über den Sinn oder Unsinn von Suiziden zu philosophieren. Sie sah keinen Weg, wusste nicht was tun. Erst als es kein zurück mehr gab konnte ich ihr erklären, daß ihre Beweggründe falsch waren. Sie ging von falschen Tatsachen aus, die ich zu spät richtigstellen konnte. Sie trug den Schmerz in ihren Augen, die Reue und die Angst. Bis sie dann starb.

    Ich habe mir einige Jahre Gedanken darüber gemacht und mir die Schuld gegeben, daß es dazu gekommen ist. Aber eine abschließende Meinung wie mit der ganzen Thematik zugehen ist kann ich leider nicht anbieten


    Soviel mal dazu. Ich hoffe ich habe nich allzu wirres Zeug geschrieben.

    Lg
    Cwennrich

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  9. Es Ist überhaupt kein dummes Zeug! Danke das du deine Meinung mit uns teilst. Es tut mir leid welche Erfahrung du machen musstest. Doch nur wenn man den Tod quasi passiv berührt versteht man vermutlich was ich ausdrücken wollte.

    Ich wollte keine Angst äußern.Ich schrieb doch es nehme mir alle Ängste. Mir ist es wichtig gewesen aufzuzeigen worauf es im Leben wirklich ankommt. Das man jeden Tag als Geschenk sehen soll, so muss man niemals sagen man hätte viel verpasst oder gar falsch gemacht.

    Lebt bewusst und seid dankbar für alle die Euch im Alltag stützen!

    In diesem Sinne
    Schönes Wochenende
    Eure Kate

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  10. @Katey1985 das "wirr" war eher auf meinen schreibstil als auf den Inhalt bezogen.

    Daß ich deine Kernaussage nicht direkt getroffen habe ist mir durchaus bewusst. Allerdings als eigenes posting auf meinem Blog wäre es in der Form nicht zu gebrauchen.

    Lg
    Cwennrich

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